Facettenreich und unterhaltsam – Akkordeon im BröltalZum traditionellen Frühlingskonzert hatte der Jugendmusikkreis Ruppichteroth in die Bröltalhalle Ruppichteroth geladen und zahlreiche Zuschauer waren der Einladung gefolgt. Dabei präsentiert der Verein alljährlich mit seinen vier Orchestern ein neu erprobtes Programm und lädt gleichzeitig musikalische Gäste ein. „Blue Velvet“ hieß der diesjährige Gast und das Streichquartett aus Dortmund zeigte, dass Streichinstrumente nicht nur für klassische Musik prädestiniert sind. Unterhaltsam präsentierten die vier Musiker ihr Programm und führten das begeisterte Publikum von Jenkins imposanten „Palladio“, über ein grooviges „Summer in the city“ bis zum „Czardas“ von Monti. Nicht weniger unterhaltsam und abwechslungsreich waren auch die Auftritte der Akkordeon Orchester. Die Jüngsten aus dem Kinderorchester machten gemeinsam mit dem 2. Jugendorchester unter der Leitung von Anneliese Schumacher eine musikalische Expedition ins Tierreich – und das Publikum war vom musikalischen Können der rund 55 Musiker im Alter von 6 – 14 Jahren beeindruckt. Anschließend präsentierten die Jugendlichen aus dem 1. Jugendorchester mit „Crazy Animals“, dass man trotz eines neu formierten Orchesters anspruchsvolle Musik zum Besten geben kann. Besonders kurzweilig waren dabei die musikalische Darstellung der „Eintagsfliege“ und die gemeinsame Moderation des Stückes von Anna Lena Karkalis und Dirigent Ulrich Stommel. Im zweiten Teil übernahm das 1. Akkordeon Orchester, ebenfalls unter der Leitung von Ulrich Stommel. Auf die Spuren von Indiana Jones mit dem „Raiders March“ wurde das Publikum mitgenommen, bevor es über einen flotten Salsa musikalisch wieder nach Europa ging. „Abba – Best of“ garantierte dabei hohen Unterhaltungswert für das Publikum mit den unvergessenen Melodien des schwedischen Quartetts. „Jazz“ fehlt beim 1. AO eigentlich nie im Programm und so folgte das „Children of Sanchez“ mit ansprechender Rhythmik. Dann wurde es „kölsch“ in der Bröltalhalle. Ein gelungen arrangiertes „Classic trifft (Bläck) Fööss“ gemeinsam mit Blue Velvet und die kölsche Hymne „Du bes die Stadt“, die spätestens mit dem Einsatz dreier Dudelsackspieler Gänsehautgefühl bei den Zuschauern hervorrief, waren der Ausklang des gelungenen Konzertes. Die Zuschauer zeigten sich von dem Facettenreichtum von Akkordeon und Streichinstrumenten begeistert und können auf einen kurzweiligen Abend in der aufwendig hergerichteten Bröltalhalle zurückblicken.
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